Immobilienportale machen Makler überflüssig?
Wer heute auf dem Immobilienmarkt nach Mietobjekten, gewerblichen Gebäuden zur Pacht oder in Sachen Wohneigentum zum Kauf unterwegs ist, kommt am Internet nicht mehr vorbei. Im WWW gibt es viele Immobilienportale, die den Wunsch nach einer Wohnung oder einem Haus, einer Halle oder einem Geschäftsraum, vielleicht aber auch nur nach einem Grundstück schnell Wirklichkeit werden lassen können. Nachfrage und Angebote kommen hier auf besondere Weise zusammen, denn wo früher der Kontakt zu einem Makler gesucht werden musste, können heute Besitzer und Interessenten persönlich miteinander in Verbindung treten. Können deswegen, weil auch die Makler die kostenlosen Plattformen für sich entdeckt haben und dort auf der Suche nach lohnenden Objekten sind. Dass Wohnungsinserate auf Privatimmobilien.de die Makler und deren Courtage also völlig überflüssig machen und vom Markt verdrängen, kann so nicht behauptet werden – immerhin existieren auch immer noch viele Interessenten an Immobilien, die selbst nicht die Zeit oder die Kenntnisse aufbringen können, sich durch eigene Suche das Packing, ein anderes Wort für Courtage, zu sparen.
Viele Makler agieren über das Internet
Das Internet mit all seinen Vorzügen ist auch für die Makler sehr interessant. Für sie werden Immobilien selbst an den entferntesten Orten greifbar, was bedeutet, dass sie regional übergreifend aktiv werden können. Ein Interessent aus dem Bundesland Bayern sucht eine Immobilie in Hamburg oder Umgebung? Das ist kein Problem, denn über das Immobilienportal im Netz ist die Suchanzeige verfügbar, das Angebot kann erstellt werden. Per unkomplizierter E-Mail wird Kontakt aufgenommen; so verdient sich eine Provision vergleichsweise einfach.
Die Portale, auf denen private Besitzer und Makler Immobilien kostenlos inserieren können, haben dies erkannt und haben sich auf die Vermittler eingestellt. So gibt es für spezielle Makler Software auch Schnittstellen für die schnelle Nutzung, sodass auch bei vielen interessanten – selbst eingestellten und zu beobachtenden Inseraten – eine Verwaltung ohne viel Aufwand funktionieren kann. Dabei nehmen die Makler die Vorteile der Onlinearbeit, aber auch der kostenlosen Angebote der Portale in Anspruch – denn auch für die Makler sind die Inserate kostenfrei. Es entsteht also kein Kostenaufwand in dieser Sache, anders, als in Zeitungen und sonstigen Medien. Zeitgleich sorgt die XML Schnittstelle einiger Portale für die schnelle Abwicklung in der Zusammenarbeit mit der eigenen Maklersoftware und der Immobilienbörse. Wie auf http://www.immotransmitter.com zu sehen, ist das Nutzen einer Maklersoftware nicht schwer; heute ist es nicht mehr denkbar, ein modernes Büro ohne ein solches Produkt gewinnbringend zu führen. Die Konzentration des Immobilienmarktes auf das Internet wird weiterhin zunehmen, weswegen ein Online-Arbeiten nicht mehr wegzudenken ist.
Private Online-Vermittlung spart Provision
Ein Makler, der eine Immobilie erfolgreich vermittelt, bekommt dafür eine Provision, die sogenannte Courtage. Diese ist zu entrichten, wenn ein Mietvertrag, ein Pachtvertrag oder ein Immobilienkauf zustande kommen. Als Provision (siehe Wikipedia) kann eine Pauschale erhoben werden; die letztendliche Summe könnte sich beispielsweise aber auch nach der Höhe eines Kaufpreises oder der hochgerechneten Jahresmiete beziehungsweise Pacht für ein Gebäude richten. Die Bemessungsgrundlage ist also sehr verschieden. Dieses Geld ist die Bezahlung für die Dienste des Immobilienmaklers. Die Immobilienportale haben nun für den Makler zwei Gesichter: Zum einen erleichtern sie ihm die Arbeit, was bedeutet, dass er im Erfolgsfall weniger tun muss, um sein Geld zu bekommen. Zum anderen aber sind die vielen Abschlüsse direkt zwischen Besitzer und Interessenten auch ein Grund, warum die Konkurrenz auf dem Immobilienmarkt noch härter wird und einiges an Courtage wegfällt, weil kein Makler beauftragt werden muss.
Immer noch gibt es ganze Stadtteile, in denen ein Herankommen an keine einzige Wohnung ohne einen Makler auch nur ansatzweise denkbar wäre. In manchen Wohngebieten in München sind ganze Straßenzüge in den Händen von Maklerbüros, die sich zum Teil auch als Verwalter engagieren und die Mietangelegenheiten für die Besitzer übernehmen. Die Besitzer sind meist Kapitalanleger und haben damit recht wenig Interesse, sich im weiteren Sinne mit ihren Mietern auseinanderzusetzen. Ihnen bedeutet die Rendite alles; dafür bezahlen sie gerne ein paar Euro Verwaltungskosten. Der Makler profitiert von diesen Gebühren und seiner Provision bei jedem Mieterwechsel. Da hier höchstens von den Maklern selbst im Internet inseriert wird, fehlt die Kontaktmöglichkeit zum Besitzer und damit auch die Option, die Provision einzusparen.